Warum Evaluation?
Externe Evaluation soll den Schulen dabei helfen, die Wirksamkeit ihrer Arbeit besser einzuschätzen, ihre Stärken ebenso zu erkennen wie ihre Schwächen. Sie dient nicht der Beurteilung oder der Kontrolle von Personen, sondern der Analyse von Bedingungen und der Bewertung von Arbeitsprozessen und Ergebnissen. Der Blick richtet sich also nicht auf die einzelne Lehrkraft, sondern auf die Schule als Organisation. Wo Verbesserungsbedarf festgestellt wird, werden konkrete Empfehlungen ausgesprochen, auf deren Grundlage realistische Ziel- und Handlungsvereinbarungen getroffen werden können.
Wichtige Punkte des Konzepts
- Die Evaluation wird von externen Experten durchgeführt.
- Gegenstand der Evaluation ist die Schule als Ganzes.
- Es wird überprüft, ob und in welcher Ausprägung die Arbeit einer Schule grundlegende Qualitätsbereiche abdeckt (Kriterienorientierung).
- Bei einer wiederholten externen Evaluation wird auf Ergebnisse der vorausgegangenen Evaluation Bezug genommen und die Weiterentwicklung überprüft (Entwicklungsorientierung).
Aufgabe der Evaluationsteams ist es, sich durch die Auswertung einer Befragung von Schülern, Eltern und Lehrkräften, die Analyse vorab gelieferter Daten, durch einen Besuch an der Schule mit Unterrichtsbeobachtungen und Gesprächen mit allen am Schulleben Beteiligten (Schulleitung, Kollegium, Personalrat, ggf. Fachbetreuer, Steuergruppe, Schüler, Eltern, nicht-pädagogisches Personal, Sachaufwandsträger) ein möglichst umfassendes Bild von der Qualität einer Schule zu machen. Darüber wird ein Bericht erstellt, der Bewertungen der einzelnen Bereiche von Schulqualität ebenso enthält wie Empfehlungen zu deren Verbesserung.
Die Aufmerksamkeit der Evaluation vor Ort richtet sich auf die Schule als Ganzes und auf den Unterricht im Besonderen.
Weitere Informationen zum Konzept und zur Durchführung finden Sie beim ISB.
Evaluation an der Realschule am Keltenwall
Wir haben die externe Evaluation im Schuljahr 2006/2007 absolviert. Besonders herausgestellt wurde:
- die gute Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften, mit dem Elternbeirat und den Eltern;
- die Öffnung der Schule z.B. bei vielen außerunterrichtlichen Aktivitäten sowie die Pressearbeit;
- das (trotz der damals laufenden Sanierung) gepflegte und großzügige Schulgelände;
- der Unterricht: von der Klassenführung über die Struktur der Unterrichtsstunden bis hin zu den Leistungen in Vergleichsarbeiten und den Abschlussprüfungen;
- die Zufriedenheit mit der Schule insgesamt bei allen Beteiligten der Schulfamilie.
Natürlich wurden auch Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt: das Einführen von Doppelstunden etwa kann den gedrängten Ablauf in einer 45-Minuten-Stunde deutlich entzerren. Werden dann auch noch verstärkt neue Medien eingesetzt, können Schüler zusätzlich die heute so wichtigen Medienkompetenzen erwerben und trainieren.